Dank der aktiven Hilfe von „Los Amigos“ konnte auch im Jahr 2016 zahlreichen kleinen Patienten des Hospital del Niño in Lima/Peru und deren Umfeld geholfen werden.

Aktiv geworden sind die „Amigos“ u.a. durch die jährliche Informationsveranstaltung beim „Tag der offenen Tür“ des Lessing-Gymnasiums Lampertheim (Januar) sowie bei Kuchenverkauf- und Catering-Aktionen.

Als Mitarbeiterin der Abteilung Biologische Psychologie und Entwicklungspsychologie der Universität Heidelberg sammelte unsere Amiga der ersten Generation, Christine Michel, das ganze Jahr hindurch fleißig die Flaschen sämtlicher Kollegen. Durch die Pfandeinnahmen erhöhte sich das Spendenaufkommen um 75 Euro. Herzlichen Dank!

Das Projektziel für 2016 war – wie auch im Vorjahr – die Anschaffung mobiler Beatmungsgeräte für die im Jahre 2014 neu gegründete Palliativstation des Hospital del Niño. Durch unsere Aktionen sowie durch die regelmäßigen, teils sehr großzügigen Privatspenden konnten wir insgesamt 8.000,00 Euro nach Lima schicken und somit unser Ziel erreichen.

Höhepunkt der Amigos-Aktionen war der Sponsorenlauf des Lessing-Gymnasiums Lampertheim im Sommer, bei dem die Schüler, unterstützt durch den Förderverein des LGL, insgesamt 4.000,00 Euro „erlaufen“ haben. Ein gesonderter, detaillierter Bericht findet sich auf der Homepage.

Alle eintausend Schüler des Lessing-Gymnasiums haben sich bei einem Logo-Contest intensiv mit dem Anliegen des Schul-Projektes „Los Amigos“ auseinandergesetzt: Ein Prozent der Schülerschaft gab ihre kreativen Ergebnisse des Wettbewerbs ab, die jetzt darauf warten, ausgewertet, ausgestellt und prämiert zu werden.

Im Dezember 2016 und Januar 2017 konnte ich mir ein aktuelles Bild der Situation unserer kleinen Patienten im Hospital del Niño in Lima verschaffen: Ich besuchte einige der Kinder, die von der Palliativgruppe des Krankenhauses betreut und bis zu ihrem Lebensende begleitet werden. Das Hospital del Niño unter der Leitung von Dr. Virginia Garaycochea ist das erste und einzige Haus in ganz Peru, das die Notwendigkeit erkannt hat, auch Kinder und deren Familien im Sterben zu begleiten.

Welch segensreiche Rolle hier die Spendenbeiträge der Amigos spielen, durfte ich persönlich erleben: Zwei der Kinder, die innerhalb der nächsten Wochen sterben würden, konnten von ihren Familien mit nach Hause genommen werden, da sie einen aus unseren Spenden angeschafften, mobilen Sauerstoff-Konzentrator erhielten. Die Dankbarkeit der Mütter, mit denen ich am Sterbebett ihrer kleinen Kinder sprach, ist unbeschreiblich!

Statt vieler Worte verweise ich daher auf Fotos betroffener Kinder (Homepage), die dank der Hilfe der „Los Amigos“ in Würde und im Kreise ihrer Familien diese Welt verlassen dürfen.

Ein herzliches „Dankeschön!“ allen, denen das Leid sozial Benachteiligter nicht gleichgültig ist und die tatkräftig helfen, um daran etwas zu verändern!

¡Muchísimas gracias, amigas y amigos!“

Ida Garaycochea, im Januar 2017